Selbstmanagement – 5 Tipps, wie’s dir wirklich was bringt

„Selbstmanagement“, das klingt ganz schön stressig und ziemlich spaßbefreit:

  • Bei dem Einen taucht da sofort die Erinnerung an den ehemaligen Lehrer mit vorwurfsvollem Blick zur Uhr auf.
  • Die Nächste sieht endlose To-Do-Listen vor ihrem geistigen Auge, die sie eh nicht geschafft kriegt.
  • Und der Dritte verabschiedet sich wehmütig von dem unverwechselbaren Geschmack beim ersten Biss in ein noch warmes Schoko-Croissant.

Was allen dreien gemeinsam ist: Sie verwechseln Selbstmanagement mit Selbstoptimierung! Während letztere dich mitunter zur Verzweiflung treibt und irgendwann blutleer zurücklässt, verleiht dir das richtige Selbstmanagement Flügel.

Und das besser als jeder klebrige Energy-Drink, weil es nämlich genau zu dir passt!

Wie du ein solches Selbstmanagement findest, erfährst du in diesen 5 Tipps:

 

Selbstmanagement

Selbstmanagement – Tipp 1

Manage dich selbst, nicht deine Zeit

Es ist Jahre her, da saß ich in einem der unvermeidlichen Zeitmanagement-Seminare. Als Personalleiterin in Industrieunternehmen naturgemäß oft als einzige Frau in der Riege der sonst männlichen Führungskräfte.

Der Trainer fragte in die Runde, wieviel Stunden am Tag wir denn so arbeiten. Quer durch die Reihen hieß es: 10 Stunden, 9 Stunden oder auch 12 Stunden. Wow, waren die alle wichtig! Dachten sie jedenfalls… .

Und ich? Lächelte sanft und sagte: „8 Stunden“. Dass das Thema „Achtsames Selbstmanagement“ einmal meine Leidenschaft werden würde, ahnte ich zu dem Zeitpunkt übrigens noch nicht.

Aber instinktiv machte ich es damals schon richtig: Statt (Arbeits)Zeit rein quantitativ auf den Sockel „Viel = Gut“ zu stellen, achtete ich darauf, meine Aufgaben so zu erledigen, wie es zu mir passte. Und nicht, wie es einem ungeschriebenen zweifelhaften Gesetz zufolge hätte aussehen müssen: Gestresst, aber wichtig!

Denn Zeit kann man gar nicht managen, die ist für alle gleich: 24 Stunden pro Tag. In meinen 5 Tipps zum Persönlichen Energiemanagement habe ich ja bereits erwähnt, dass das selbst der Zeitmanagement-Papst Lothar Seiwert mittlerweile eingesehen hat.

Also: Pack dir nicht manisch deine Terminkalender und To-Do-Listen voll, sondern achte darauf, WANN du WAS machst. Wenn du z.B. an einem Tag viele Termine im Kalender hast, dann nimm dir an dem Tag nur leichte Aufgaben vor.

Und hör auf zu denken: „Ach, das schaff ich schon!“ Warum?! Gönn dir mehr Freiraum! Du bist trotzdem wichtig – für dich und für die Menschen, die dich lieben.

 

Selbstmanagement

Selbstmanagement – Tipp 2

Aufschieberitits hat nichts mit Schwäche zu tun

Als ich im Juli 2020 den Blogartikel über „die 4 me!-Typen“ schrieb, da war mir angesichts Corona schon mulmig bei dem Bild. Und ich hab’s auch nicht verwendet.

Mittlerweile ist eine solche Menschenmenge nur noch schwer vorstellbar. Doch irgendwie hat man sich daran gewöhnt, dass es das wohl lange Zeit nicht mehr geben wird. Nutzen wir das Bild also heute eher als Ausdruck menschlicher Vielfalt.

Denn unter all diesen Menschen gibt es bestimmt ganz viele, die sich richtig quälen. Mit all den Dingen, die sie „eigentlich“ tun müssten. Die an Prokrastination oder eben „Aufschieberitis“ leiden und sich deswegen immer schlechter fühlen.

Finde heraus, welcher Selbstmanagement-Typ du bist

Aber vielleicht gibt es eine Lösung.

Und zwar die, dass es gar nicht an ihrem „schwachen Charakter“ liegt – sie haben einfach nur nicht das richtige Selbstmanagement!

  • Wenn ein bewusster Chaot (me1) To-Do-Listen abarbeiten muss, dann verfällt er in Schockstarre.
  • Umgekehrt bringt es den abwesenden Planer (me4) auf die Palme, wenn er keine Struktur in seine Aufgaben bringen kann.
  • Der unbewusste Chaot (me3) nimmt’s eher sportlich: Macht ja nichts, wenn mal was liegen bleibt.
  • Und der präsente Planer (me2) liebt seinen Timer, aber neigt dazu, manchmal auch ein wenig zu viel zu planen und zu reflektieren.

Selbstmanagement

Diese 4 Selbstmanagement-Typen, die ich in meinem E-Book beschreibe, unterscheiden sich dadurch: Sie haben jeweils eine andere Ausprägung von Achtsamkeit & Organisation. Und je nachdem, wie die Kombination dieser Ausprägung ausfällt, benötigen sie das dazu passende Selbstmanagement.

Also: Wenn du mehr darüber wissen willst und in einem Test herauskriegen willst, welcher Selbstmanagement-Typ du denn bist, dann erfährst du das hier und findest auch dort noch mal das kostenlose E-Book.

 

Selbstmanagement

Quelle: Stanford University

Selbstmanagement – Tipp 3

Setz dir die richtigen Ziele

„Deine Zeit ist begrenzt. Verschwende sie nicht damit,

das Leben eines anderen zu leben.

Lass nicht zu, dass der Lärm anderer Menschen deine eigene

innere Stimme übertönt.

Hab den Mut, deinem Herzen und deiner Intuition zu folgen.“

So formulierte es Steve Jobs im Sommer 2005 anlässlich der akademischen Abschlussfeier der Stanford University in seiner berühmten Rede.

Als ich ein Teenager war, wollte ich unbedingt Ärztin werden, und zwar Gynäkologin. Voller Stolz erzählte ich dies meiner Oma. Doch die entgegnete:“Kannst du nichts Anständiges werden?“

Wie ihr wisst, wurde ich keine Gynäkologin. Das lag aber daran, dass ich bei einem Praktikum im Krankenhaus bei der ersten Geburt, bei der ich dabei sein durfte, umkippte. Somit war das eine selbstbestimmte Entscheidung, mich aus der Medizin zu verabschieden. Auch wenn die vielleicht eher mein Körper traf.

Aber in wie vielen Fällen ist das anders? Da macht man etwas – oder eben auch nicht – weil es den Erwartungen der anderen entspricht. Manchmal ist das so tricky, dass man es selber noch nicht einmal bemerkt.

Die Berufswahl ist da ein Klassiker. Wie viele Menschen stecken heute in Berufen, die sie „eigentlich“ nicht wollen oder auch in Lebensentwürfen, die nicht ihre eigenen sind?

Also: Bevor du dir ein Ziel setzt, prüfe ganz genau, ob es dein eigenes Ziel ist. Stell dir dazu einfach die Frage: „Würde ich das auch wollen, wenn ich völlig frei von Angst, Zwang oder finanziellem Druck wäre?“

Fühle in dich hinein, ob du dich jeden Morgen darauf freuen würdest, an deinem Ziel zu arbeiten.

Und wenn du bei diesem Thema zu viel denkst, dann gibt es noch jemanden, den du fragen kannst: Deine Intuition. Hier gibt es meinen Blogartikel dazu mit einer passenden Meditation.

Probiere sie ruhig einmal aus – viele meiner Kunden nutzen sie regelmäßig und mit Erfolg, wenn sie mal wieder vor einer Entscheidung stehen.

 

Selbstmanagement

Selbstmanagement – Tipp 4

Nutze die passende Struktur

Du hast jetzt vielleicht schon herausgefunden, welcher Selbstmanagement-Typ du bist. Danach richtet sich auch die Struktur, bzw. das Tool, mit dem du dich am passendsten organisierst.

Ich geb’s zu, ich bin ein unglaublicher Planer-Fetischist. Damit meine ich die analogen Planer, also die mit Stift und Papier.

Und weil ich keinen passenden analogen Timer fand, habe ich kurzerhand in Kooperation mit Matthias Büttner von X47 / X17 einen entworfen. In diesem Blogartikel findest du mehr über den Timer Mindfulnessence.

Ich sehe es förmlich vor mir, wie einige von euch jetzt mit den Augen rollen. Das dürft ihr gerne, denn wir wissen ja nun, dass es unterschiedliche Typen im Thema Selbstmanagement gibt.

Und obwohl es erwiesen ist, dass handschriftliches Schreiben die Inhalte wesentlich tiefer sacken lässt, ist es durchaus legitim, sich aus praktischen Gegebenheiten auch digital zu organisieren. Wie gesagt „auch“!

Genauso mache ich das ja auch. Für den schnellen Blick auf’s iPhone unterwegs habe ich meine Termine auch im digitalen Kalender. Und ich arbeite auch mit einer digitalen Aufgaben-App. Da ist es ganz hilfreich, dass ich neben meiner Liebe zu analogen Terminplanern auch ein „App-Depp“ bin, der wahnsinnig gerne neue Technik-Tools ausprobiert.

Also: Je nach Ausprägung deines Selbstmanagement-Typus liegt dein Schwerpunkt eher auf digitaler oder auf analoger Planung. Stresse dich nicht mit dogmatischem Festhalten an einem Prinzip. Probiere beides aus und nutze die verschiedenen Tools so, dass sie dir Freude machen und sich gegenseitig ergänzen.

 

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Selbstmanagement – Tipp 5

Und dann setze deine Ideen erfolgreich um

Nun hast du die besten Voraussetzungen geschaffen, um deine Ideen tatsächlich umzusetzen:

  • Du managst nicht mehr deine Zeit, sondern dich. Denn du achtest darauf, wann du was am besten machst. Damit passt du deine Termine und Aufgaben an dich und deine Energie an – und nicht umgekehrt.
  • Du weißt jetzt, welcher Selbstmanagement-Typ du bist und haderst nicht mehr mit einer Organisation, die überhaupt nicht zu dir passt.
  • Du hast erkannt, dass es viel einfacher ist, Ziele zu verfolgen, die wirklich die eigenen Ziele sind und darfst die fremden Ziele loslassen, wo immer das möglich ist.
  • Und du hast nun eine Idee davon, welche Art von Tools für dich hilfreich sind und welche dir eher nichts bringen.

Dann ist es nun an der Zeit, deinem Selbstmanagement die oben genannten Flügel zu verleihen.

Dazu kannst du die Einlage „Ziele & Umsetzung“ aus dem Timer Mindfulnessence nutzen. Für ein erstes Ausprobieren findest du die digitale Version der X17/X47-Einlage in diesem Blogartikel.

Zugegeben, wer sich zum ersten Mal damit beschäftigt, für den liest sich das möglicherweise ein wenig kompliziert. Der Rote Faden ist jedoch:

  • Zunächst Ziele formulieren (Tools: Grabrede, Bucket List, Lebensbereiche)
  • Anschließend für 4 Lebensbereiche die Ziele konkretisieren
  • Diese Ziele dann pro Quartal grob planen
  • Für die jeweilige Monatsplanung die passenden Ziele übernehmen und herunterbrechen
  • Daraus die jeweilige Wochenplanung ableiten
  • Und jeden Abend anhand der Wochenplanung den nächsten Tag planen

Für die visuellen Typen unter euch gibt es dazu auf meinem YouTube-Kanal auch noch eine Videoserie.

Also: Du hast nun 5 wertvolle Tipps bekommen, wie du für dich ein Selbstmanagement findest, das wirklich zu dir passt. Deswegen heißt das auch Achtsames Selbstmanagement. Denn du darfst jederzeit wieder prüfen und kontrollieren, ob es noch deine Ziele sind, die du verfolgst. Oder ob es noch die richtige Organisation ist, die du nutzt.

Und du darfst dir Zeit geben, das System für dich zu testen. Dazu ist es hilfreich, sich mit anderen auszutauschen. Dies geht z.B. in meiner Facebookgruppe, wo du gerne deine Fragen stellen kannst.

Du magst kein Facebook – auch o.k. Schreibe mir einfach einen Kommentar unter diesen Artikel oder schreibe mir eine E-Mail. Dann schauen wir, wie du deine ganz eigene mindfulnessence entwickeln kannst.

Tu dir was Gutes und trau Dich, die vielen guten Ideen, die in dir warten, endlich umzusetzen!