Über mich – special

Einblicke in 6 Jahrzehnte, damit du weißt, wer ich bin

Die „Über mich – Seite“ ist das erste, was ich mir anschaue, wenn ich auf Webseiten von Coaches bin.

Natürlich habe ich auch eine „Über mich – Seite“ – schon in der zweiten Version, denn schließlich entwickele ich mich weiter.

Als Ergänzung gibt es jetzt noch diesen Blogartikel „Über mich – special“. Der Anlass dazu ist etwas, das viele Frauen nicht gerne tun: Über ihr Alter reden. Ich finde das jedoch überhaupt nicht schlimm, weil es für mich nur eine Zahl ist.

Meine Zahl ist die 60, denn ich feiere Ende März diesen Jahres in der schönsten Suite auf Fuerteventura meinen 60. Geburtstag.

Und zu diesem Anlass habe ich mir überlegt, dass ich aus jedem Jahrzehnt etwas von mir berichte, damit die Menschen, die mir schon länger folgen oder mich vielleicht auch gerade erst gefunden haben, ein wenig Einblick bekommen, wer ich überhaupt bin.

Zeit, um Danke zu sagen

In meinen Coachings ist es ja eher umgekehrt: Ich spreche dort recht wenig über mich, denn es geht um meine Kunden. Sie sind es, die sehr viel von sich erzählen – von ihren Wünschen, ihren Herausforderungen, ihren Träumen und Schmerzpunkten. Und das ist auch gut so, denn daraus leiten sie mit meiner Unterstützung ihre Ziele ab, die sie dann durch Achtsames Selbstmanagement Schritt für Schritt erfolgreich umsetzen.

Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle einmal bei all meinen Kunden für dieses große Vertrauen bedanken!

Ich weiß, dass es manchen Menschen nicht leichtfällt, einem „wildfremden“ Menschen etwas von sich zu erzählen. Wie viele scheuen es vielleicht deshalb, sich in einem Coaching begleiten zu lassen und wurschteln lieber weiter so vor sich hin, anstatt gemeinsam mit einem Coach endlich eine Lösung zu finden?

Und damit ich für dich nicht mehr „wildfremd“ bin, nehme ich meinen Geburtstag zum Anlass und gehe jetzt mit dir auf eine kleine Reise durch die 6 Jahrzehnte meines Lebens.

 

Über mich Ängstliches Kind

Über mich – special

1962 – 1972 Ich war ein ängstliches Kind

Was hatte ich eine Angst! Als Dreijährige vor diesem riesengroßen Meer, wenn wir im Sommer mit meinen Eltern an die Nordsee fuhren.

Dieser Spülsaum, der immer so nah kam, war mir echt unheimlich. Und noch tiefer reinzugehen in das Getöse, war für mich der blanke Horror!

Ich bin meinem Vater so unendlich dankbar für diese beiden Fotos, denn sie sind so typisch für mich: Erst habe ich Angst, dann fasse ich Vertrauen – damals zu meiner Mutter, heute zu mir selbst – und dann überwinde ich die Angst und bin mächtig stolz auf mich.

Dieses Vertrauen und das Strahlen deswegen habe ich noch heute, und es macht mir noch mehr Freude, wenn ich anderen Menschen etwas davon abgeben kann.

 

Über mich Sitzenbleiben

Über mich – special

1972 – 1982 „Wie oft ist die denn sitzen geblieben?“

 Als ich 12 Jahre alt war, wurde mein Vater Schulleiter an einem Gymnasium in einer Stadt in Westfalen. Wir hatten bis dahin am Niederrhein gewohnt, also hieß es nun „Umzug“.

Ich nahm das locker, zum Glück, denn Umzüge sollten in meinem Leben noch häufiger vorkommen (der letzte Umzug war der 29., wenn ich all die Studentenbuden mitrechne).

Wir zogen also nach Westfalen, und ich ging auf diesem Gymnasium ganz regulär in die Quinta (6. Klasse).

Allerdings sah ich damals mit meinen 12 Jahren eher aus wie 16, und die erste Begegnung mit meinen Klassenkameraden war ein Raunen „Wie oft ist DIE denn sitzengeblieben?“

Das legte sich schnell – und mit der Tatsache, dass mein Vater unser „Direx“ war, kam ich auch gut klar. Ich hatte trotzdem Freunde😉 , und mein Abitur-Zeugnis ist deshalb auch von einem Stellvertretenden Direktor unterschrieben.

 

Über mich Kinder

Über mich – special

1982 – 1992 Das beste in meinem Leben: Meine Kinder

Dieses Jahrzehnt war meine Sturm- und Drang-Zeit: Nach dem Abi machte ich bei der Firma Hettlage eine Ausbildung zur Textilbetriebswirtin an der Lehranstalt des Deutschen Textileinzelhandels in Nagold. Heute wäre das ein klassisches Trainee-Programm, aber egal, wie man es auch nennt – ich war todunglücklich im Textileinzelhandel.

Ich ging nach Aachen an die Uni und studierte Spanisch und Wirtschaftswissenschaften. Das Studium finanzierte ich durch eine Stelle als Studentische Hilfskraft am Kunststoff-Institut der RWTH Aachen – so lange, bis das Institut die Mittel strich.

Da war Ende mit Studieren, und ich machte verschiedene Jobs. Zunächst beim Arbeitsamt Aachen und später bei einer großen Versicherungsagentur als Assistentin.

Mit der Zeit wurde es ruhiger; ich heiratete und bekam meine beiden Kinder – das Beste, was mir in meinem Leben passiert ist.

 

Über mich Doppelnamen

Über mich – special

1992 – 2002 Alte Studentin mit komischem Doppelnamen

Von dem Vater meiner Kinder ließ ich mich scheiden, und ich bin sehr glücklich, dass wir uns (trotzdem) immer noch gut verstehen. Ich heiratete ein 2. Mal, doch ich fand es echt blöd, dass meine Kinder „Paulsen“ heißen und ich nun „Langenberg“ hieß.

Ich wollte eigentlich nur zum Markt, doch dann ging ich ins Rathaus von Andernach, wo wir damals wohnten, und fragte, ob ich meinen Namen ändern könne in „Paulsen-Langenberg“. Das ging! Und das sogar recht unkompliziert – damals jedenfalls. Mein jetziger Mann wusste von nichts, und er war not amused, als ich mit neuem Namen nach Hause kam. Aber das legte sich, und ich war glücklich, nun wieder als Mutter meiner Kinder identifiziert zu werden.

Als diese Kinder dann in der Lage waren, sich auch mal eine Pizza in den Ofen zu schieben, hatte ich die Nase voll von irgendwelchen Teilzeit-Jobs. Ich wollte im Personalmanagement eines Unternehmens arbeiten, doch BWL mit seiner Zahlenlastigkeit lag mir nicht.

Also ging ich mit 35 Jahren nach Bonn an die Uni und studierte dort Psychologie im Grundstudium. Für das Hauptstudium wechselte ich gezielt an die RWTH Aachen und machte dort mein Diplom in Psychologie mit Bestnoten.

 

Über mich Karriere und Kopf

Über mich – special

2002 – 2012 Die Karriereleiter rauf und kräftig den Kopf gestoßen

Dass ich schon so „alt“ war, als ich nach dem Studium meinen ersten Job als Personalreferentin antrat, hatte auch Vorteile. In der Welt der Industrie-Unternehmen braucht es ein gewisses Standing, um sich bei den Kollegen Gehör zu verschaffen: Gesundheitszirkel im Produktionsumfeld, und dann stellst du dich als Psychologin vor… .

Als ich meine Wasserflasche jedoch gekonnt mit dem Feuerzeug aufmachte, war der Drops gelutscht.

Schnell ging es weiter in die erste Position als Personalleiterin. Ein klasse Job, denn aus einem Personalbüro sollte ein Personalmanagement entstehen. Das machte richtig Spaß – so lange, bis mein Chef, mit dem ich mich super gut verstand, das Unternehmen verlassen musste. Ich bekam einen neuen Chef, doch er und ich – das ging nicht.

Ich habe schon Nehmerqualitäten, aber das wurde selbst mir zu viel.

 

Über mich getraut

Über mich – special

2012 – 2022 Richtig was getraut

 Es folgten noch zwei andere Stationen als Personalleiterin. Mittlerweile war ich über 50 Jahre alt und hatte den Mut, meinen Kindheits-Traum wahr zu machen: REITEN!

Da gab es allerdings ein paar Unterschiede:

  • Als junges Mädchen hast du den Traum vom eigenen Pferd. Als erwachsene Frau kannst du ihn dir leisten.
  • Als junges Mädchen machst du dir keine Gedanken, dass du ja vom Pferd fallen könntest. Als erwachsene Frau, die mit 53 reiten lernt, ist bereits ein flotter Trab schon eine Herausforderung.

So war es jedenfalls bei mir. An Galopp war gar nicht zu denken. Und irgendwann gestand ich mir ein, dass ich niemals mit wehendem Haar bzw. wehender Mähne übers Stoppelfeld galoppieren würde.

Außerdem wuchs da ein anderer Traum heran, nahm mit der Zeit Gestalt an und damit meine ganze Zeit in Anspruch.

Ich verkaufte Hugur an meine Reitbeteiligung, wo er in besten Händen war und traute mich ein zweites Mal in diesem Jahrzehnt.

mindfulnessence entstand! Wie genau das geschah, liest du in diesem Blogartikel.

Über mich heute

Für dich – special

Nun kennst du mich ein wenig besser

Wenn du in meinem Alter bist, dann hast du vielleicht auch ein ähnlich bewegtes Leben hinter dir und kennst diese Spannung, wenn du vor einem Neubeginn stehst. Du kennst das Fracksausen und die bange Frage, ob das gutgeht? Und manchmal springst du – oder auch nicht, weil da zu viele „wenn“ und „aber“ sind.

Da hilft es, sich mal mit jemandem auszutauschen, der das schon hinter sich hat.

Wenn du noch nicht in meinem Alter bist, dann hast du vielleicht trotzdem so viele Ideen und Träume – egal ob im Business oder persönlich. Nur die Umsetzung, die schiebst du immer wieder hinaus.

Da hilft es, sich eine Mentorin an die Seite zu holen, die dir beim Sortieren und Umsetzen hilft.

Und egal, in welchem Alter du bist; wenn du jetzt neugierig darauf geworden bist, mit mir zu arbeiten, dann melde dich einfach bei mir – du kennst mich ja jetzt 😊 !