“Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“

Januarthema „Neustart“

und was das mit einem „Blackout“ zu tun hat

Es war der 2. Weihnachtsfeiertag. Ich saß gerade an meinem Redaktionsplan für das erste Quartal 2020 und überlegte: „Mit welchem Thema will ich in das neue Jahr einsteigen?“ Irgendetwas mit „Neustart“ hatte ich schon im Hinterkopf.

Da erschien er mal wieder, mein guter alter Freund Kairos, dieses Mal in Form eines flächendeckenden Stromausfalls für unser Stadtgebiet!

Kennst du das, wenn der Bildschirm plötzlich einfach so dunkel wird? Wenn die Schreibtischlampe verlischt und das Radio verstummt? Wenn das Haus plötzlich ganz leise ist, weil da nichts mehr brummt und summt?

Ich musste an eines meiner Lieblingsbücher denken „Blackout – Morgen ist es zu spät“ von Marc Elsberg. Nie habe ich so bewusst und dankbar auf einen Lichtschalter gedrückt, wie in der Zeit, kurz nachdem ich das Buch gelesen hatte.

O.k., die Szenerie in dem Buch ist wesentlich gespenstiger, als sie an dem Nachmittag bei mir zu Hause war und dauerte auch zum Glück nicht so lange an. Aber dieses erleichterte Gefühl, als der Strom wieder da war und die Systeme wieder hochfuhren, inspirierte mich letztendlich dazu, das Thema „Neustart“ nun tatsächlich umzusetzen. Passt ja auch – noch – zur Jahreszeit!

 

Ein Neuanfang bei großen Lebensthemen

“Freiwillig“ ist immer einfacher

Eine neue Wohnung? Ein neuer Job? Eine neue Beziehung?

Was wartet in diesem Jahr auf dich? Wenn du es schon weißt, umso besser, dann hattest du Zeit, dich darauf einzustellen und freust dich auf die Veränderung in deinem Leben.

Du hast Pläne gemacht und siehst dem Kommenden mit einer Mischung aus Freude, Spannung, aber auch etwas Respekt entgegen. Je aktiver du das Neue in deinem Leben selbst initiiert hast, desto leichter wird dir das Loslassen des Alten fallen. Eine leise liebevolle Wehmut zum Abschied gehört dazu und braucht ihren Raum.

Ich weiß, wovon ich rede: Neulich rechnete ich einmal nach und kam auf eine stattliche Zahl von 29 Umzügen in meinem Leben! Natürlich sind da auch die Umzüge als Kind mit meinen Eltern dabei oder die diversen Studentenbuden, deren Wechsel man mit einem Kleintransporter und drei Freunden an einem Tag bewältigte.

Aber egal, ob ein WG-Zimmer oder ein ganzes Haus – das Gefühl war immer das Gleiche: Der Reiz des Neuen überwog den Abschied vom Alten.

Jedenfalls bei mir, denn ich bin ein Mensch, der mit Offenheit auf Neues zugeht. Das Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse, aus dem die Headline dieses Artikels stammt, ist nicht umsonst eines meiner Lieblingsgedichte.

 

Neustart

Neustart – leider nicht per Knopfdruck

“Unfreiwillig“ erfordert besondere Achtsamkeit

Allerdings: Gerade bei den „großen“ Lebensthemen geschieht ein Neustart manchmal nicht so ganz freiwillig. Da fährt das Leben nicht so einfach wieder hoch wie ein Computer.

Du musst aus deiner schönen Wohnung ausziehen, weil sie allmählich zu teuer wird oder der Vermieter Eigenbedarf anmeldet?

Du willst dir gar keinen neuen Job suchen, aber man hat dir gekündigt?

Du warst eigentlich ganz glücklich in deiner Beziehung, doch nun geht dein Partner?

Da fällt es zu Recht schwer, dem Neuanfang etwas Positives abzugewinnen.

Doch was hilft es, sich trüben Gedanken hinzugeben? Dabei liegt die Betonung auf „hinzugeben“. Die trüben Gedanken sind normal, und sie dürfen auch sein. Entscheidend ist, wie du damit umgehst, denn

„Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an.“ (Marcus Aurelius; römischer Kaiser und Philosoph 121-180 n. Chr.)

Hier ist es hilfreich, der Zeile oben aus dem Gedicht von Hermann Hesse nun ihre Fortsetzung hinzuzufügen

(Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne), der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

 

Neustart

Entdecke den Zauber

Übe bei den kleinen Lebensthemen

Zum Glück passiert es jedoch nicht so häufig, dass wir uns einem unfreiwilligen Neustart gegenübersehen.

Nutzen wir also die (Jahres)Zeit für ein paar einfache Achtsamkeitsübungen, die uns helfen, die „Farbe der Gedanken“ entsprechend zu bestimmen. Und damit gewappnet zu sein, wenn doch ein unfreiwilliger Neustart in unser Leben tritt.

Es ist noch früh im Jahr. Was an den kleinen Dingen in deinem Leben ist gerade neu?

Du hast einen neuen Kalender begonnen. Statt sich nun zu ärgern, dass ein paar wichtige Eintragungen aus dem letzten Jahr fehlen, freue dich an den blanken, noch unbeschriebenen Seiten.

Du hast begonnen, dich bewusster zu ernähren. Wenn dich die Lust auf Schokolade packt, dann knüppele diese nicht heroisch nieder. Das macht nur schlechte Laune! Brich dir einfach ein Mini-Stückchen „nur für den Geschmack“ von der Tafel ab und genieße es bewusst. Und dann mach weiter mit deinem Ernährungsplan.

Du wirst dieses Jahr ein Jahr älter. (Ich übrigens auch ;-). ) Suche nicht ängstlich nach Falten oder grauen Haaren, sondern freue dich, dass du schon wieder an Lebenserfahrung hinzugewonnen hast.

Schreibe den „Zauber“ auf

Jeder von un hat ganz bestimmt ein paar Dinge, die neu sind für ihn; mögen sie noch so klein sein. Mache dir diese Dinge einfach nur bewusst.

Und falls du bereits die Achtsame Tagesplanung aus dem Timer Mindfulnessence für Ihr X17* oder Ihr X47* nutzt, dann kannst du den „Zauber des Neubeginns“ täglich ganz einfach unter „Ich freue mich“ eintragen.

Was ist für dich dieses Jahr neu? Und welches ist dein Zauber an dem Neuen? Schreibe es gerne in die Kommentare!

Du stehst einem unfreiwilligen Neustart gegenüber?

Du bist sauer oder ängstlich über das, was da auf dich zukommt?

Und du weißt beim besten Willen nicht, wie du DARIN nun einen „Zauber“ finden sollst!?

Nimm Kontakt zu mir auf; gemeinsam finden wir ihn, den Zauber!